Über diesen Blog

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.
Paul Klee

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Worte sind wesentlich. - Sie bewahren und übermitteln Informationen, festigen und reflektieren unsere Beziehungen und sind Ausdruck unserer Persönlichkeit. Mit den vielen Worten, die wir täglich sprechen, gehen wir meist unbefangen um – aber Schreiben, das ist etwas für Wenige. Dafür braucht es Talent, Bildung und viel Zeit… Wir empfinden oft eine tiefe Ehrfurcht vor dem Schreiben, die es uns schwer macht, uns selbst daran zu versuchen. Doch wo fängt professionelles Schreiben an? Ist ein Autor jemand, der eine Buchveröffentlichung vorweisen kann? Ein Redner jemand, der große Säle füllt? Vielleicht ist jeder Mensch ein Schriftsteller, denken wir nur einmal an unsre Briefe, Mails, Tagebucheinträge, schnell skizzierten Gedanken und Notizen, an unser Bedürfnis uns mitzuteilen, Dinge festzuhalten und uns schreibend und lesend unserer Welt zu vergewissern.

Egal, ob man eine Kurzgeschichte schreibt, an einer wissenschaftlichen Arbeit sitzt, eine Rede vorbereitet oder an der Qualität seiner schriftlichen Korrespondenz feilen möchte: Diese Seiten wollen Mut machen für das Abenteuer Schreiben, wollen dazu anspornen, ungehemmt zu Formulieren und darin bestärken, sich schöpferisch mit den eignen Worten und Bildern, Gefühlen und Wünschen auseinander zu setzen. Gleichmarschierende Sätze, einstudierte Stile oder unangreifbare Formulierungen sollen dabei nicht entstehen. Die Übungen und Tipps wollen die Authentizität der eigenen Worte frei sprengen, das Lustvolle, Spielerische, Gefühlvolle und Aufrichtige betonen, dass dem kreativen Schreiben innewohnt.

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Phantasie als Zauberstab. - Unsere Vorstellungskraft besitzt ihre Legitimation in Lebensbereichen, die Kreativität fordern, in künstlerischen Berufen und Hobbys. Doch dieselbe Kraft, die zu einer Geschichte auf dem Blatt Papier beiträgt, die den Pinsel über die Leinwand bewegt, führt im tagtäglichen Leben eines Menschen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Erfüllung unserer Wünsche hängt nicht von Zufall und Glück, von Disziplin und Ehrgeiz ab. Während wir wie selbstverständlich Vernunftentscheidungen treffen, fällt es uns schwer, die Augen zu schließen und uns den Bildern unserer Vorstellungskraft zu überlassen. Dabei ist es längst bekannt, dass es für unser Gehirn keinen Unterschied darstellt, ob wir uns etwas vorstellen oder ob es tatsächlich passiert. Nur was wir uns vorstellen können, kann Wirklichkeit werden.

Viele Menschen fangen nie an, das Buch zu schreiben, von dem sie schon lange träumen. Fangen nie an, einen bestimmten Weg zu gehen, weil sie nicht wissen, wie sie ans Ziel gelangen werden. Dabei kann jeder von uns mit seinem Auto durch die Nacht fahren, obwohl die Scheinwerfer immer nur die unmittelbar vor uns liegende Wegstrecke erhellen. Man muss nicht einen kompletten Roman im Kopf haben, bevor man anfängt, sich hinzusetzen und zu schreiben. Die Bilder des Unterbewusstseins kommen wie an einer langen Perlenschnur gereiht zum Vorschein, wenn man einmal anfängt, daran zu ziehen. Unsere Phantasie ist der Schlüssel zur Kraft des Unterbewusstseins und die wandelbare Optik, die unsere Welt formt.

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Gedanken werden Dinge. - Unsere Gedanken und unsere Phantasie mit ihren Bildern sind keine subjektiven Blickwinkel, sondern schaffen letztendlich die Welt, in der wir leben. Die Gedanken, mit denen wir uns beschäftigen, bestimmen wie kaum etwas anderes, wie wir uns fühlen.
Die Idee, dass wir die Welt nicht erkennen, wie sie (an sich) ist, sondern dass die Welt ist, wie wir sie erkennen hat seit dem 18. Jahrhundert die europäische Philosophie von Grund auf verändert. Wie wir unsere Welt sehen, liegt demnach an unserer Wahrnehmung. Unsere Wahrnehmung wiederum ist kein rezeptives, passives Verhalten, sondern eine eigene prägende, schöpferische Leistung. Wenn nun die Welt mit all dem, was wir in ihr erreichen wollen, ein Produkt unserer Anschauung ist, so lässt sich die Welt ganz simpel durch unsere Anschauung verändern.

Das ist ein ganz zentraler Gedanke. Er betont die Eigenverantwortlichkeit für unser Tun, für die Art und Weise, wie wir mit den Ereignissen in unserem Leben umgehen. Nichts und niemand hält einen davon ab, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören, für das eigene Glück und das anderer Menschen zu sorgen und das zu verwirklichen, wovon man träumt.
Ich habe vor einem Jahr angefangen, mir einen meiner größten Wünsche zu erfüllen: Ein Buch zu schreiben. Alle wichtigen Schritte und Erkenntnisse wollte ich dabei festhalten – so ist dieser Blog entstanden. Und ich habe erfahren dürfen: Das größte Hindernis ist meist der eigene Perfektionismus und die größte Kraft bleibt immer die Liebe.

Der Mensch dichtet gleichsam die Welt, nur weiß er es nicht gleich
J.G. Fichte

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Ich lade Sie und Euch herzlich ein, durch diese Seiten zu stöbern und nach Herzenslust zu kommentieren. Von praktischen Schreib-Tipps in der Rubrik Fliegendes Sofa, zur Kraft unserer Gedanken in Sterntaler und den Bildern und Postkarten in Stundenblumen – immer steht unsere Vorstellungskraft, stehen unsere Worte und Gedanken im Vordergrund und ich wünsche mir, dass die Artikel Lust und Freude am Schreiben wecken und Mut machen, den “Weg der Wünsche” zu gehen.